Biene Dietzler
 
 

Ich bin autodidaktische Künstlerin und lebe mit meiner Familie – Mann, zwei Kindern und Hund – im malerischen Kahlgrund bei Schöllkrippen.
Geboren 1984, habe ich 2022 den Schritt in die öffentliche Kunstszene gewagt und seither an Gruppenausstellungen teilgenommen, unter anderem in der Kunstgarage Aschaffenburg.
Seit 2024 bin ich Mitglied des Kunstvereins Meerholz.

**Ich bin einfach neugierig – auf alles, was man mit Nadel und Faden erschaffen kann.**

Als vielseitige Textilkünstlerin mit ausgeprägter Scanner-Persönlichkeit begeistert mich
die ganze Welt des textilen Handwerks: Historische Sticktechniken wie Stumpwork und Goldwork, Patchwork, Gewandungsnäherei oder traditionsreiche Fertigkeiten wie die Herstellung von Posamentenknöpfen oder das Klöppeln – meine Neugier kennt keine Grenzen.

Für mich geht es dabei vor allem um das Verständnis der Grundlagen. Sobald ich die Technik durchdrungen habe, fühle ich mich erfüllt und gehe weiter zur nächsten Herausforderung. Doch die gesammelten Erfahrungen vergesse ich nie: Sie werden zu einem reichen Ideenfundus, aus dem ich für neue Projekte schöpfe, wobei ich gerne mutig und unkonventionell kombiniere.

Meine eigentliche textilkünstlerische Heimat ist das Patchwork. Farben, Regenbögen und Geometrien faszinieren mich – und das spiegelt sich in meinen Quilts wider. Sie sprengen oft die klassischen Normen, sei es durch die winzige Größe ihrer Einzelteile oder besondere, ausgefallene Merkmale.

Am Anfang jeder neuen Arbeit steht für mich eine Frage: *„Was wäre, wenn…?“* oder *„Könnte man auch…?“* – das sind die Gedanken, die meine Projekte beflügeln. Wie klein kann ein Patchworkquilt werden? Lässt sich English Paper Piecing in die dritte Dimension übertragen? Was passiert, wenn ich einen Käfer direkt in ein Buch sticke? Oder: Kann man eine Rauchwolke über einem Hut schweben lassen? Wenn die Materialien mich begrenzen, finde ich neue Wege – wie das Sticken, wenn das Genähte zu fein wird, um noch nähbar zu bleiben.