Dušan Radan
 
 

Er beginnt in seinem 50. Lebensjahr künstlerisch produktiv zu werden. Anfänglich hauptsächlich mit Öl auf Leinwand. Hier entstanden in der ersten Zeit die meisten Landschaftsbilder, späterhin immer mehr abstrakte Werke, deren Komposition von philosophischen Themen durchwurzelt scheinen.
Einen eigenen Stellenwert nehmen die aufwendigen skultpuralen Installationen ein. Harte, widerspenstige doch edle Materialien geraten hier zur Attitüde einer allegorischen Organik. Vereinigung des Nicht-Vereinigbaren?

Normalerweise, zu Beginn eines entstehenden Bildes, stehen die geordneten, unterschiedlichen Farben alle zusammenhanglos zueinander. Der Künstler beginnt zu malen, er wählt einen Farbton, dann einen anderen, noch einen vielleicht, mischt, trägt auf, bringt zusammen usw. – das Geschaffene: Eine orchestrierte Synthese.

Nicht so bei Dušan Radan! Er geht den umgekehrten Weg: Er beginnt mit dem Kosmos der holistischen Gefühls- und Gedankenwelt, die sich in ihm über 50 Jahre seines Lebens vermengt, angesammelt und nicht hinausgefunden hat. Sein Ausgangspunkt ist bereits das vermischte Sammelsurium. Sein Arbeiten ist ein Ab-Arbeiten, seine Auseinandersetzung ein Auseinander-Setzen und besteht darin aus dem Ganzen seine Elemente herauszuschälen, zu zerlegen. Man stelle sich einen Farbeimer vor in welchem alle Farben bereits vermischt sind und der Künstler macht sich nun daran das Chaos zu entwirren, die Farben zu disparieren, Strukturen und Formen dem Urzustand folgend aufzudecken…

 

 
 


0176-50244292