geb. 26.04.58 bei der BASF,
deshalb wohl meine Vorliebe für Kunststoff.
Ich fand Kunst schon immer schön, war aber arbeitsscheu.
Dennoch hatte ich bis zur Reifeprüfung freiwillig Kunstunterricht
und wurde von der Sammlung Wilhelm Hacks geprägt. Danach
ließ mir die Versandung im Gesundheitswesen außer
zum Sammeln wenig Zeit.
Endlich im Vorruhestand fing ich an, aus Überdruss am Angehäuften,
meine Spielereien herzustellen. Den Werkstoff fand ich außerdem
im Wohlstandsmüll von Krempel-, Billig- und Baumärkten
vor. Im Wechselspiel von Zufall und Wahl stelle ich die Dinge
frei und zusammen. Schließlich gebe ich den Schemen einen
Namen. Sie werden zu Ausstellungsgegenständen, Gestalten,
bzw. Gestellen.
Erst durch Rahmen, Unterschrift und Preis würden die Sachen,
ihrem Zweck entfremdet, zu Kunst. Doch ohne Mensch keine Kunst
und ohne Kunst kein Mensch. Es bleibt das ewige Rätsel.
Als Zugezogene waren wir erstaunt und froh in Meerholz ein so
reges Kunstleben vorzufinden.
Axel Schmidt aus der Nachbarschaft - leider viel zu früh
verstorben - führte mich Zaudernden in den Kunstverein ein.
Mit ihm konnte ich immer über Kunst und Beuys trefflich streiten.
Bislang habe ich verschiedentlich im Kunstverein Meerholz und
in der Kunstwerkhalle Großauheim an Gemeinschaftsausstellungen
teilgenommen sowie erstmals einzeln in der Kulturscheune Omersbach
Fotos gezeigt.