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20.03. bis 19.04. "Kunst an Erde"
Bilder der Ausstellung finden Sie hier:
Fotos / Presse

Kunst
an Erde
Der Titel der aktuellen Gruppenausstellung im Kunstverein
Meerholz wirft spontan viele Fragen auf. Kunst an
Erde - welche Botschaften verstecken sich dahinter?
Was erzählen die Bilder und Skulpturen? An
wen sind diese Botschaften gerichtet?
Was passiert, wenn der natürliche Lebensraum
durch Atelier und die Kunst erweitert werden? Kunst
an Erde?
Auch die Frage nach der stilistischen Einordnung
dieser Gruppen-Ausstellung ist nicht einfach zu
beantworten. In abstrakten, naturalistischen, poetischen,
romantischen und an Graffiti erinnernde Malweisen,
Kalligrafen und Skulpturen wird sich mit dem Thema
auseinandergesetzt. Wälder, Landschaften, Tiere,
historische Gebäude und Erinnerungen sind sowohl
Thema wie auch Inspiration. Lehm und Erdpigmente
als künstlerischem Material setzten sich ganz
direkt mit dem Element Erde auseinander. Tierdarstellungen
eröffnen eine weitere Perspektive auf das Thema
Erde: Sie zeigen das Leben, das aus ihr hervorgeht
und mit ihr untrennbar verbunden ist. Kraftvolle
wie sensible Motive lassen Natur als Lebensraum
und Spiegel menschlicher Emotionen erscheinen.
Kunst an Erde lädt
Besucherinnen und Besucher dazu ein, die Vielfalt
künstlerischer Ausdrucksformen zu entdecken
von der sinnlichen Materialerfahrung bis
zur feinenmalerischen Beobachtung der Natur. Eine
Ausstellung, so vielfältig wie das Leben auf
der Erde.
Annemieke van den Bergh:
Ich erforsche Landschaft als Gefühl und Erinnerung.
Wasser, Felsen und Horizonte tauchen in intensiven
Farben auf und lösen sich zugleich in freie
Malerei auf. Die sichtbaren Spuren des Malprozesses
lassen Bildräume entstehen, in denen sich Natur,
Bewegung und Atmosphäre begegnen.
Monika Brüßler:
Eine lila Kuh im Großstatdt-Dschungel? Gibt
es wirklich lila Kühe? Wie verändern Popart
und Werbung die Vorstellung von der Erde?
Achim Gogler: Meine
Arbeiten sind gegenständlich, realistisch,
einige mit Anklängen an den Impressionismus.
Meistens beschreiben sie eine Tages- oder Jahreszeit.
Die dargestellten Motive sind fast alle meinem heimatlichen
Umfeld entnommen und mit Öl-, Aquarell- und
Gouachefarben dargestellt.
Ellen Hug: Die Kulturpreisträgerin
des MKK 2021 war schon immer fasziniert von der
Farbvielfalt, die in kargen Wüstenlandschaften
zu finden ist. In dieser Ausstellung setzt sie sich
mit den Farbvarianten der Erde auseinander. Bevorzugt
arbeitet sie mit Erdpigmenten kombiniert mit verschiedenen
Bindemittel, sei es Acrylbinder oder Gummi Arabicum.
Ihre abstrakte Arbeiten umfassen (meist großformatige)
Acrylbilder auf Leinwand, oder kleinere Aquarelle.
Sabine Lather: Die
Skulptur und die Bilder von Sabine Lather brechen
mit dem Bild des blauen Planeten und zeigt stattdessen
eine Erde, die von Ausbeutung gezeichnet ist. Eine
künstlerische Momentaufnahme, die dort hinsieht,
wo wir uns bereits an die Dunkelheit gewöhnt
haben.
Ulla Morbach: Erfindung,
Farbe und Komposition sind die Elemente der Kunst.
Bäume, Wolken und Landschaft sind irdisch.
Welche Spuren hinterläßt die Umgebung?
Was bleibt im Pinsel hängen und wandert auf
Papier oder Leinwand?
Silke Reusing: Die
Künstlerin befasst sich seit vielen Jahren
mit der Kalligraphie - der Kunst des schönen
Schreibens. Aktuell arbeitet sie an der kalligraphischen
Gestaltung selbst gedichteter Haikus. Dabei handelt
es sich um eine traditionelle japanische Gedichtform,
die oft Naturerfahrungen zum Inhalt hat und aus
5 - 7 - 5 Silben besteht. Sie bringt diese sowohl
inhaltlich als auch visuell in eine moderne Form.
Daneben werden auch andere Schrift- bzw. Wortbilder/Kalligraphien
gezeigt.
Q.Fell: Vincent van
Gogh hat gesagt "Die Natur ist ein Künstler
ohne Pinsel", in meinen Augen ist die Natur
der größte Künstler ever. Die Kunst
der Natur ist einzigartig und lässt sich nur
schwerlich zitieren. Jeder Versuch ist ein Wagnis,
aber wer nicht wagt, der nicht gewinnt.
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GNZ Berichterstattung vom 17-03-2026

GNZ Berichterstattung vom 24-03-2026
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