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25.09. bis 18.10.
"Tranceformation"
+
GEMEINSAM STARK Kunst gegen Gewalt an Frauen
Ausstellung von aristanet e.V. beim Kunstverein
Meerholz

Tranceformation
- Transformation - Aktuelle Gruppenausstellung
+ GEMEINSAM STARK Kunst gegen Gewalt an Frauen
im Kunstverein Meerholz
vom 25. September bis zu 18. Oktober 2026
Die Ausstellung Tranceformation - Transformation"
im Kunstverein Meerholz, Hanauer Landstraße
5, 63571 Gelnhausen läuft vom 25. September
bis 18. Oktober 2026 und ist sonntags von 15-19
Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei.
Die Vernissage findet am Freitag, den 25. September
2026 um 19 Uhr mit Mac Haurin am Klavier, Künstlergesprächen
sowie einem Rundgang durch die Ausstellung statt.
GEMEINSAM STARK Kunst gegen Gewalt an Frauen
- Ausstellung von aristanet e.V. beim Kunstverein
Meerholz. Zeitgleich findet vom 25.09. bis zum 18.10.
eine zweite Ausstellung beim Kunstverein Meerholz
statt. Der Verein aristanet e.V. präsentiert
die 13 Bilder, die im Benefiz-Kunstkalender GEMEINSAM
STARK Kunst von Frauen für Frauen
für das Jahr 2027 zu sehen sein werden.
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Wie wird aus Farbe ein Bild, wie entsteht Kunst?
Zwei auf den ersten Blick identische Begriffe,
die sich jedoch unterscheiden. Transformation ist
die Verknüpfung zweier Begrifflichkeiten, die
zum wesentlichen Bestandteil von Kunst führen.
Zum einen meint der Begriff die Übermittlung
von Informationen und im physikalischen Sinne von
Kraftübertrag aus einer Quelle. Zum anderen
Trance, ein geistiger Zustand, der in vielen Kulturkreisen
mit den unterschiedlichsten Methoden herbeigeführt
wird, um eine andere, höhere Bewusstseinsebene
herbeizuführen. Hier eröffnet sich von
jeher die enge Verbindung zur Kunst und dem künstlerischen
Schaffensprozess, der mittels Farbe, Form, Klang
etc. Verbindungen zu bewusstseinsverändernden
Ebenen ermöglicht. So entstehen neue Seh- und
Erfahrungsweisen der Wirklichkeit, die den wesentlichen
Kern von Kunst ausmachen und den geistig offenen
Betrachtern neue Standpunkte eröffnen. Kunst
ist ein Brennglas der aktuellen ökonomischen,
ökologischen, sozialen Themen sowie der persönlichen
Situation und Emotionen der Künstler.
Oder ist Kunst nur eine reine Materialtransformationen?
Aus Rinde wird Papier, aus Kleiderbügeln und
aus Steatit werden Figuren. Aber wie entstehen Ideen
und wie werden sie umgesetzt? Gedanken sichtbar
gemacht? Vielfältige Perspektiven und Techniken
geben Auskunft: Fotos auf Folien erzählen von
Gefühlen und Loslassen und für Veränderungsprozesse
werden Worte und künstlerische Ausdrucksmöglichkeiten
gesucht. Welche Möglichkeiten der Umsetzung
gibt es? Die Auswahl ist groß: Fotos, Collagen,
Lithographien, Cyanotypien, Malerei, Plastiken,
Installationen, Texte, Abstraktes und Figürliches.
Warum beschäftigen sich Künstler mit einem
Thema, einem besonderen Material? Antworten sind
aktuell in den verschiedensten Arbeiten im Kunstverein
Meerholz zu besichtigen und zu erfahren.
Was die Künstler im konkreten mit dem Thema
verbinden, hier die Details:
Anette Bernbeck -
Tranceformation in der Druckgraphik
ist für mich die Umsetzung einer Idee oder
Vision auf den Druckstock. Die bildliche Gestaltung
geht nach mehrfacher Bearbeitung mit dem Druckträger
eine Verbindung ein. Im Fall, der Lithographie wird
der Stein durch Schleifen, Ätzen, Schaben
etc. bearbeitet und für den Druck vorbereitet.
Dieser sehr aufwendige und komplexe erste Schritt
erzielt jedoch kein starres Endergebnis, sondern
er ist der Auftakt für das weitere handwerkliche
Experimentieren wie Papierwahl, Farbe, Pressendruck
etc. Jeder weitere Abzug wird damit zu einer neuen,
auch häufig eigenwilligen Transformation.
Ellen Hugs Arbeiten
in dieser Ausstellung basieren alle auf dem transformativen
Herstellungsprozess des verwendeten Materials. Aus
getrockneter Rinde des Maulbeerbaumes (Kozo) entstehen
in einem zeitaufwendigen Prozess hauchzarte Papiere.
Zum Teil wurden diese Papiere und auch die ursprünglichen
Fasern mit Indigo gefärbt - einem jahrtausendealten
Handwerk das völlig anders als herkömmliche
Färbemethoden funktioniert. Beide Prozesse
werden oft als meditativ bezeichnet.
Yvonne Herrchen-Pijnenburg
arbeitet intuitiv und spontan. Ihre Werke entstehen
ohne festes Konzept. Auch bei Materialien ist sie
nicht festgelegt und experimentiert gerne. Dabei
lebt ihre Kunst von der Passion zum Unperfekten.
Statt gezielt für Ausstellungsthemen zu arbeiten,
stellt sie ihre Arbeiten je nach Kontext neu zusammen
thematische Vorgaben würden ihre kreative
Freiheit nur einschränken. Für die Ausstellung
wählte Sie Werke aus, die die künstlerische
Methode der Transformation zeigen. Es sind Medientransformationen,
die sich im Schaffen-Prozess und unter Nutzung unterschiedlicher
Materialien, wie in eine andere Gestalt formen und
sich damit so grundlegend verändern, dass ein
ganz neuer Zustand bzw. ein neues Motiv entsteht.
Auch Materialtransformationen sind dabei, z.B. werden
aus Metall-Kleiderbügeln Figuren. Oder es entstehen
Collagen aus Alltagsprodukten. Auch natürliche
Materialien werden so verändert, dass neue
Werke entstehen, die eine grundlegend neue Bedeutung
erhalten und so über eine bloße Anpassung
hinausgehen.
Franz Neudecks Serie
nightride baut auf 10 Fotografien auf,
die wärend einer nächtlichen Fahrt im
Jahr 2015 durch die Hafenanlagen in Hong Kong entstanden
sind. Sie gehört zu seiner Werkgruppe Traffic
und lässt die boomende Infrastruktur Chinas
erahnen, die 2015 einen weiteren Höhepunkt
der industriellen Entwicklung erreicht hatte. Schematisch
sind die vorbeiziehenden Baustellen, Hafenkräne
und Verkehrslichter zu erkennen.
Warum Trance? Weil diese nächtliche Fahrt mit
Aussicht am Fenster so kurz und intensiv war, dass
sie einen vollkommen unwiederbringlichen Fotoexzess
dokumentiert. Das Objektiv dicht an der Scheibe,
sind die Bilder wahllos und rauschartig, letztlich
aber konzentriert entstanden. Das Bewusstsein, dass
jeder Klick eine später auszuarbeitende Aufgabe
sein könnte, war sofort da. Die Technik ist
wie bei fast allen Bildern Franz Neudecks ein Fotodruck
der digitalen Nachbearbeitung auf feinem Aquarellpapier.
Und zuguterletzt erfolgte eine dezente, zeichnerische
Ausarbeitung einzelner Lichtpunkte mit schwarzen
Tuschelinien. Diese spätere Nach - Analyse,
dieses Aufarbeiten der Erinnerung, war erneut ein
konzentrierter Exzess, eine zeichnerische Freude
mit Linien, die sich auch aus der Fotografie lösten
und aus dem Bildausschnitt herausgewandert sind
- wie in Trance.
Simone Nuß nähert
sich dem Thema Tranceformation auf sehr persönliche
Weise. Mit beiden Begriffen, der Transformation
und der Tranceformation setzt sie sich in ihren
Acrylbildern und in der Installation mit Folien
auseinander. Während die Bilder einen sichtbaren
konzeptionellen Wandel von Figuren und Handlungen
beschreiben, ist der Entstehungsprozess von Impulsivität
und Intuition aus dem Unterbewussten geprägt.
Mit kräftigen Farben und impulsivem Farbauftrag
werden Figuren und Beziehungen charakterisiert.
Linien und Farben zeigen Bindungen, werden durchbrochen,
Vieles nur angedeutet und ist im Wandel begriffen.
Spielraum wird durch das bewusst nur Angedeutete
geschaffen.
Die Installation Tranceformationsprozesse
nutzt das Mittel der Überlagerung von Bildern,
um die Prozesshaftigkeit darzustellen und Geschichten
zu erzählen. Sie verdeutlicht bildnerisch das
Bewusstwerden von Emotionen in einem begrenzten
Raum.
Fotos vom eigenen Ich finden sich auf bespiegelten
Folien in Regenbogenfarben wieder. Was als Experiment
mit dem eigenen Körper gedacht war und aus
experimenteller Lust am Tun, findet hier durch Überlagerung
der einzelnen Fotos auf Folien eine neue Dimension;
das Erzählen von Zuständen, Gefühlen
und Loslassen rationaler Kontrolle.
Transformation deutet Silke
Reusing als tiefgreifenden persönlichen
und gesellschaftlichen Veränderungsprozess,
den jeder Mensch in Krisenzeiten durchläuft.
Was hat das Persönliche mit der Gesellschaft
zu tun? Worin liegt meine Verantwortung? Was kann
ich im Großen oder im Kleinen bewirken? Das
sind Fragen, die sich die Künstlerin immer
wieder stellt und für die sie neue künstlerische
Ausdrucksmöglichkeiten sucht - sei es in Form
von Collagen, Schriftgestaltung, Cyanotypien und
eigenen Texten.
Die plastischen Arbeiten von Angelika
Schwarz sind Ergebnisse einer sensiblen Suche
nach den verborgenen Schätzen ihres Ausgangsmaterials
Steatit. Unter der rauhen und rohen Oberfläche
des weichen, in Schichten aufgebauten Gesteins erspürt
die Künstlerin in einem inneren Dialog eine
geheime Welt faszinierender Farben und Strukturen
und legt sie behutsam frei. Dabei läßt
sie sich von Form und Fluß des Werkstücks
leiten und erschafft organische, in sich ruhende
Lebensformen. Im Spannungsfeld unbearbeiteter Stellen
und sorgfältig ausgearbeiteter Partien wird
so eine Verwandlung freigelegt, die im Arbeitsprozess
sowohl dem Stein, als auch der Künstlerin widerfährt.
Ähnlich verwirrender, ungewöhnlicher
Träume erschafft Yochen
Schwarz eine mannigfaltige Formenwelt. Hypnotische
Bildwelten führen in eine trancehafte Spurensuche
in der Alles miteinander verbunden ist. Zwischen
fließend und explosiv changierend spiegeln
die Arbeiten dabei die Geheimnisse hinter den Dingen.
Die Raumkompositionen mit ihren vielfältigen
Formen und Energien sind nicht als Abbilder konzipiert,
sondern variieren einen freien geistigen Raum mit
unbegreiflicher Dynamik, aber immer auch ruhender
Harmonie. Aus der Spannung zwischen Vieldeutigkeit
und Konkretem erzeugen Farben, Formen und Strukturen
Schwingungen, die als Inspirationsquelle den
Vorgang des Sehens zu einem neuen Erleben führen
können.
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GEMEINSAM STARK
Kunst gegen Gewalt an Frauen
Ausstellung von aristanet e.V. beim Kunstverein
Meerholz
Zeitgleich mit der Ausstellung Tranceformation
findet vom 25.09. bis zum 18.10. eine zweite Ausstellung
beim Kunstverein Meerholz statt. Der Verein aristanet
e.V. präsentiert die 13 Bilder, die im Benefiz-Kunstkalender
GEMEINSAM STARK Kunst von Frauen für
Frauen für das Jahr 2027 zu sehen sein
werden. Die Ausstellung wird in den neu erschlossenen
Räumen im Obergeschoss der früheren Meerholzer
Ortsverwaltung gezeigt und kann während der
Öffnungszeiten des Kunstvereins besucht werden.
Gemeinsam ist den Arbeiten der 13 Künstlerinnen,
dass sie das Motto des Kalenders aufgreifen - überwiegend
in gegenständlicher, aber auch in abstrakter
Form. Die als Titelbild ausgewählte Arbeit
der Künstlerin Sieglinde Putze aus Hasselroth
zeigt angelehnt an den Fauvismus mehrere dicht gedrängte
Gesichter in expressiven leuchtenden Farben.
Weiter sind mit ihren Arbeiten die Künstlerinnen
Sonja Andres, Sybille Behrens, Simone Höhn,
Birgit Klein, Natalie Milosevic, Ute Ringwald, Julia
Roppel, Sina Schulz, Vera Stein, Kerstin Streicher,
Evelin Tost und Marie Zoubek vertreten.
Mit dem Projekt Benefiz-Kunstkalender setzt aristanet
e.V. seit sechs Jahren ein starkes Zeichen gegen
häusliche Gewalt. Der gesamte Erlös aus
dem Kalenderverkauf kommt dem Verein Frauen
helfen Frauen e.V. zugute, der in Wächtersbach
das Frauenhaus sowie eine Beratungsstelle für
Betroffene betreibt.
Die Kooperation mit dem Kunstverein Meerholz
und die Möglichkeit, die Kalenderbilder hier
im Original ausstellen zu dürfen, ist für
uns ein echter Glücksfall. Wir erreichen hier
eine größere kunstinteressierte Öffentlichkeit
und hoffen auf viele anregende Gespräche über
Kunst, aber auch über Gewalt gegen Frauen,
erklärt die Vereinsvorsitzende Friederike Ley.
Der Benefiz-Kunstkalender 2027 ist ab Mitte Oktober
zum Preis von 10 Euro in zahlreichen Verkaufsstellen
in Gelnhausen und im gesamten Main-Kinzig-Kreis
erhältlich. Neben den Kunstwerken enthält
der Kalender auch Informationen zu Hilfsangeboten
für Frauen, die von Gewalt betroffen sind,
sowie für Menschen, die helfen möchten.
Eine Übersicht der Verkaufsstellen findet
sich unter www.aristanet.de/benefiz-kalender.

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GNZ 29-09-2026

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